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Schlaft gut – schlaft richtig! Tipps für eure Nacht im Camp

Unsere OMM Tips für eine angenehme und sichere Nacht im Overnight Camp (oder natürlich auch jedem anderen Camp 😊)

Der erste Tag beim OMM oder auf eurer Tour, und nun seid ihr bei eurem Schlafplatz für die Nacht angekommen. Gut gemacht…
…jetzt fangen die alten Hasen an, den jungen Leuten zu zeigen, worum es bei dieser Herausforderung wirklich geht… aber hier ist ein bisschen Hilfe von uns:

Erst einmal: Die Ergebnisliste und die Suche nach euren Freunden können warten, denn wenn wir von einem ganz normalen OMM-Samstag sprechen, seid ihr ziemlich müde, schlammig bis zur Hüfte und bewegt euch in Sachen Feuchtigkeit und Geruch auf der Grenze zwischen durchnässtem Hund und Meeressäuger. Zieht also am besten erst einmal eure wasserdichten Schichten an, wenn nötig, oder vielleicht ist es nun auch Zeit für die warme Jacke. Jetzt können wir loslegen.

Hier sind ein paar Dinge, die ihr tun könnt, um eine bessere Nacht im Camp zu verbringen (und ganz besonders, besser zu schlafen und euch zu erholen).

1// Der ideale Platz
Wenn es regnet, haltet euch von Senken und Bächen fern. Wenn ihr eine flache Stelle findet, dann seid schnell – diese sind sehr begehrt. Macht euch keine Sorgen, dass Ihr den Nachbarn zu nahe kommt – es wird gemütlich.

2// Sucht den Boden nach Steinen ab und seht auch nach, ob ihr Schafskot beseitigen müsst (wenn ihr das gleich macht, erspart ihr euch später ein stinkendes Schrubben).

3// Stellt euer Zelt auf
Hoffentlich ist es nicht das erste Mal, dass ihr euer Zelt aus der Tasche holt, damit ihr wisst was zu tun ist. Ist der Boden weich und die Heringe klein, lohnt es sich, nach ein paar Steinen zu suchen, um die Heringe zu stabilisieren.

Achtet darauf, das Zelt stabil aufzustellen – das wird euch nicht nur die Bewunderung der anderen OMM-Teilnehmer einbringen, sondern ist auch viel leiser im Wind und hat eine bessere Chance, die Nacht zu überstehen.

4// Zieht eure Tagesausrüstung aus, wenn nicht schon geschehen, und die trockene an, und zwar alles. Auch die Isolierschicht.

5// Holt eure Schlafmatte aus dem Rucksack und breitet sie aus.

6// Seht nach, worauf euer Schlafsack genau liegt
Geht die Isomatte über die volle Länge des Schlafsacks? Wenn nicht, verwendet euren Rucksack, um die Matte zu verlängern. Oder stecket eure Füße in den Rucksack als Mini-Biwaksack.

7// Habt ihr auch einen Folienbeutel dabei, der zufällig die perfekte Größe hat, um ihn auszurollen und unter Ihren Schlafsack zu legen?
Dieser reflektiert die Wärme nach oben, anstatt sie an den Boden abzugeben, und dient außerdem als Dampfsperre zwischen euch und der Unterlage. Oder steigt einfach hinein! Selbst die Landkarte des ersten Tages kann auch als zusätzliche Schicht zwischen euch und dem Boden verwendet werden.

8// Kocher anheizen und Wasser kochen

9// Breitet eure nassen Sachen aus, zieht die Sohlen aus den Schuhen und stellt sie in den Vorraum des Zeltes (oder nach draußen, wenn es nicht regnet).
Leider ist die einzige Möglichkeit, die Sachen wirklich zu trocknen, darin herumzulaufen, aber…
…wenn du darauf keine Lust hast, dann vergiss einfach, dass du sie in 12 Stunden wieder anziehen wirst und genieße deine trockene Ausrüstung!

10// Ab in den Schlafsack!

11// Wenn ihr einen Beutel mit getrockneter Nahrung dabei habt, könnt ihr ihn auch in den Schlafsack packen, nachdem ihr das heiße Wasser hineingegeben und versiegelt habt.

Das wirkt wie eine Wärmflasche und isoliert den Beutel, so dass die Mahlzeit länger warm bleibt.
*Das bedeutet jedoch, dass du mit kochendem Wasser in unmittelbarer Nähe deines Schlafsacks und deines Körpers zu tun hast. Sei vorsichtig beim Umgang mit dem Beutel.

12// Das Essen ist nicht das Einzige, was rehydriert werden muss. Während ihr auf euer Abendessen wartet, kocht mehr Wasser für euch (auch wenn ihr keinen Teebeutel oder Kaffee usw. mitgebracht haben, wärmt das Trinken von heißem Wasser euch von innen heraus).

13// Nehmt ein paar große Tragetaschen mit.

Zieht eure trockenen Socken an und steckt eure Füße in die Tüten. Jetzt zieht eure nassen Schuhe an und… voilá! Jetzt könnt ihr euch die Zeit vertreiben, indem ihr ziellos auf dem Campingplatz umherwandert, ohne dass eure trockenen Socken nass werden.

14// Vergesst nicht, euch gegenseitig zu helfen. Macht euch ein heißes Getränk und helft euch gegenseitig mit Kleidungsstücken aus (vor allem, wenn ihr bemerkt, dass der andere friert).
Informiert euch schon vorab über die Anzeichen von Unterkühlung, so dass ihr sie rechtzeitig bemerkt.

15// Bereitet schon vor dem Schlafengehen das Frühstück vor, auch wenn es sich nur um ein paar Riegel handelt, die ihr für den nächsten Morgen braucht.

16// Vergewissert euch, dass ihr auch genug Wasser für den nächsten Morgen habt, entweder um das Frühstück zuzubereiten oder um es mitzunehmen.

17// Stellt sicher, dass ihr eure Stirnlampe griffbereit habt (das viele Trinken macht sich nachts ja sicherlich einmal bemerkbar…)
Notiert euch, wo euer Zelt steht – es kann überraschend schwer sein, es wiederzufinden!

18// Ihr habt bereits so viel wie möglich an trockenen Sachen an – steckt alles andere ins Kopfkissen!

Wenn es euch gelingt (z.B. durch das Wunder des Zu-viel-dabei-habens), dass euer Zelt richtig warm wird, öffnet die Tür und lüftet, bevor das Kondenswasser, das ihr erzeugt, es in eine schwedische Dampfkammer verwandelt.

19// Ab in’s Bett!
Es gibt kein „zu früh“ und ein bisschen Bettgeflüster mit dem Partner im Warmen ist weitaus besser, als draußen herumzuwuseln.

20// Die Nacht ist überstanden, gut gemacht!
Wir wissen, dass ihr euch noch ein bisschen ausruhen wollt. Nur noch ein paar Minuten, um das Innenzelt zu genießen, das euch ein weiteres Mal ins Gesicht schlägt. Keine Sorge, wenn es euch schwerfällt, aus den „Federn“ zu kommen, werden wir euch um 6 Uhr morgens sanft auffordern, aufzustehen und euch auf den nächsten Tag vorzubereiten.

21// Versucht, morgens noch ein heißes Getränk zu trinken. Und dann vielleicht noch eins.
Das wärmt euch nicht nur auf, sondern gaukelt eurem Gehirn auch vor, dass es sich in seiner normalen Morgenroutine befindet (falls ein heißes Getränk zu eurer Morgenroutine gehört).

22// Bevor es an die Startlinie geht…
Wir wissen, dass ihr es kaum erwarten könnt, eure durchnässten, fast erfrorenen Schuhe wieder anzuziehen. Aber hier ist ein Tipp: Tragt eure trockenen Socken und Plastiktüten bis zur Startlinie. Zieht kurz vor dem Start die Plastiktüten nach oben, um sie an den Zehen aufzureißen, und verstaut sie dann im Rucksack.

Viel Glück, jetzt müsst ihr „nur“ noch Tag 2 beenden!